Petri Heil an der Werra

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Die gegenwärtigen kaum noch 4 m³ pro Sekunde ,die die Werra an Durchflußmenge bringt ,lässt uns auch um die auskömmliche Beströmung der Stadtgräben bangen , zumal Bachneunaugen beim Laichgeschäft in den Bleichgräben beobachtet und fotographiert wurden und künstlich produzierte Schwankungen diese Tiere mit dem gleichen Schutzstatus,wie Fledermäuse ihn besitzen, im Bestand und im Überleben gefährden.Bachneunaugen sterben nach dem Laichgeschäft und ihre Larven(Querder)brauchen mindestens 3 Jahre , um Laichreife zu
entwickeln.Auch ist das Überleben der in den Gräben vorkommenden Groppe gefährdet , nicht zu sprechen von den rund 50.000 ausgesetzten
Bachforellenbrütlingen.

Die Vereinsfreunde Frohn und Lischewski wollten aktiv den Flachwasserstand nutzen, um einen Gewässerabschnitt der Werra ,die Brolle am Pulverrasen bis zum Einlauf Werra ,von Unrat zu befreien und das bis dato vorhandene Fließprofil in seiner zukünftigen Fließdynamik verändern.

Und so füllten sie bis heute über 20 Säcke mit Flaschen und Gläsern ,sammelten jede Menge Metallschrott und nutzen den reichlich vorhandenen
Bauschutt in Form von Basaltpflaster ,Betonbrocken und Asphaltplatten zum Einbau von Strömungspunkten und Leitrinnen .Man beachte , das sie erst bei etwa 50% der Gesamtlänge sind !

Dabei beräumten sie die gesamte Sohle des Grabens,es zeigt sich bereits bei geringer Strömung , dass sich eine grobkiesige Struktur einstellt und der Schlamm und die Feinsedimentation abgetragen wird.

Die Einbauten in das Gewässer sollen aber auch zukünftig als Unterstände für alle Arten von Fischen dienen ,als Laichplatz und schützender
Unterstand vor Komoranen und Gänsesägern.So werden sich künftig Rinnen und Löcher ausspülen und über Strömungskanten mehr Sauerstoff in das Gewässer eingebracht.Damit ist auch der Ansiedlung von Wasserpflanzen und die Entwicklung einer Unterwasserfauna mit guter Futtergrundlage gegeben.Ein Blick von der Brücke zeigt schon heute ,wie sich die Bodenstruktur verändert.

Die angefallenen Müllmenge erweckt allerdings den Eindruck,dass faule Zeitgenossen und Abrißfirmen eine gewerbsmäßige Entsorgung zu Lasten des Gewässers betrieben haben.

Die fast jeden Tag am Gewässer anzutreffenden Vereinsfreunde machten auch auf einen täglich zur gleichen Zeit wiederkehrenden Fakt der
Gewässerrückstauung aufmerksam , der die Brolle am Streichwehr komplett trockenfallen lässt.Warum ?

Jeder Bürger kann über die Pegelabfrage für die Werra im Internet nachvollziehen , das die Durchflußmenge der Werra keine ,wie eigentlich
normal , gerade verlaufende Linie ist , sondern regelmäßig mit kleineren und größeren Schwankungen , ähnlich einer Sinuskurve versehen ist. Jede Kurve , die nicht Folge von Niederschlägen ist,ist ein Eingriff in das ökologische System des Flusses und damit mehr oder weniger folgenreich, aber auf jeden Fall eine tödliche Gefahr bei diesem akuten Niedrigwasser.

Auf Nachfrage bei der Fachbehörde ist von Steuerungsproblemen, insbesondere der in und oberhalb von Obermaßfeld liegenden Anlagen die
Rede.

Fragen über Fragen , ist vielleicht die Anlage nicht auf dem erforderlichen Stand der Steuer-und Regeltechnik , das Bedienpersonal fachlich nicht in der Lage , die Steuerung und Regelung ohne Beeinträchtigung des Ober- und Unterwassers zu fahren,oder geht es um den Ertrag ?

Aus unserer Sicht rechtfertigt die Erzeugung von Ökostrom nicht die Zerstörung von ökologischen Flußsystemen mit irreparablen Folgen.

Da die Klärung der 2010 stattgefunden massiven Eingriffe , wie schon in der Zeitung berichtet ,nach wie vor noch offen steht , ist über den
Verband anwaltliche Unterstützung zugesagt.

Auch das Thüringer Umweltministerium ist hier leider noch eine Erklärung schuldig ,aber die Zeit heilt bekanntlich alle Wunden.

Auf eine befriedigende Antwort mit entsprechenden Sanktionen warten wir bis heute.

Und wenn wir einmal dabei sind ,wie weit muß der Wasserstand noch sinken, um den gewerblichen Kanubetrieb sinnvollerweise einzustellen ? Ganz besonders stößt uns hier der Kanutourismus oberhalb von Obermaßfeld, aber mittlerweile auch im Stadtgebiet von Meiningen auf.

Faltboote schaffen es zum Teil gerade noch so ,die Kiesbänke ohne Grundberührung zu durchfahren. Jedoch konnten wir mehrfach beobachten, wie größere Boote mit mehrern Personen durch die Rinnen und über Kiesbänke gezerrt und Wasser-pflanzenbetten mit dem Paddeln gemäht werden.

Braucht es hier auch erst einer gerichtlichen Verfügung , um den Status eines FFH- Gebietes mit seinen gesetzlichen Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen oder greift die freiwillige Selbstverpflichtung ,die 2010 geboren wurde ?

Auf Dauer wird hier unser gekauftes Fischaneignungsrecht erheblich und störend beeinflusst .

Bei vielen Flüssen in anderen Bundesländern ist der Gemeingebrauch wesentlich restriktiver und organisierter geklärt als im Fall der Werra.

 


Arbeiten in der Aufzucht im Weidg
Sa Dez 16 @08:00 - 13:00 Uhr
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